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Akademischer Lebenslauf von Manfred Zimmermann

Studium, wissenschaftliche Ausbildung

1953 Abitur am Naturwissenschaftlichen Gymnasium in Landau/Pfalz (heute: Otto-Hahn Gymnasium)

1953 – 1959 Studium der Physik an der Technischen Universität Karlsruhe

1959 Diplom in Physik, Diplomarbeit am Physikalischen Institut der Technischen Hochschule Karlsruhe (Kommissarische Direktoren: Prof. Dr. Erich Huster, Prof. Dr. Günther Laukien). Thema: „Untersuchung der Emission negativer Ladungsträger aus frisch hergestellten Aluminiumoberflächen bei Einwirkung von Sauerstoff“

1959 – 1964 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Elektrobiologie und Biokybernetik der Technischen Hochschule Karlsruhe (Direktor: Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Ernsthausen)

1965 Promotion zum Dr.-Ing. an der Technischen Universität Karlsruhe, mit der Dissertation „Wirkung von Röntgenstrahlung auf die Erregungsleitung von Kaltblüternerven“

1964 – 1969 Wissenschaftslicher Assistent am II. Physiologischen Institut der Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät (Direktor: Prof. Dr.med. Wolfgang Trautwein)

Akademische Laufbahn

1969 Habilitation für Physiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg, über „Präsynaptische Hemmung der Hautnerven im Rückenmark: Biophysik und Funktionsstruktur“

1969 Berufung an die Universität Genf auf eine Professur für Pharmakologie (Ruf abgelehnt)

1971 - 1999 Leiter der Abteilung für Physiologie des Zentralnervensystems und Stellvertretender Direktor des II. Physiologischen Instituts, Universität Heidelberg

1971 - 1973 und 1998 - 1999 Geschäftsführender Direktor des II. Physiologischen Instituts, Universität Heidelberg

1973 Professor für Physiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg, 1999 Emeritierung

1971 - 1973 Dekan der Fakultät für Naturwissenschaftliche Medizin der Universität Heidelberg

1985 - 1993 Tierschutzbeauftragter der Universität Heidelberg

1973 - 1974 Gastprofessor an der Monash University, Melbourne, Australien

1983 und 1992 Gastdozent an der Medizinischen Hochschule Wuhan, China

1985 Gastprofessor an der Universität Siena, Italien

Ehrenpromotion

1994 Verleihung der Ehrendoktorwürde "Dott. med. et chir. honoris causa" durch die Universität Siena, Italien

Veröffentlichungen

880 Publikationen, überwiegend zu folgenden Themenbereichen:

- Neurale Mechanismen des Schmerzes und der Schmerzhemmung

- De- und Regeneration im Nervensystem

- Induzierte Transkription und Plastizität im Nervensystem als Mechanismen neuronaler Pathophysiologie

- Apoptose und Neuroprotektion nach Trauma und Ischämie im Zentralnervensystem

- Gesundheitspolitische und epidemiologische Aspekte der schmerztherapeutischen Versorgung

Seit 1971 Autor bei mehreren Lehr- und Taschenbüchern der Physiologie (Springer-Verlag, Heidelberg), mit Ausgaben in Englisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch, Japanisch

1984 Herausgabe (mit H.O. Handwerker) des ersten deutschsprachigen Schmerzlehrbuchs "Schmerz - Konzepte und ärztliches Handeln" (Springer-Verlag, Heidelberg), 1988 italienische Ausgabe (Fogliazza Editore, Milano)

1993 und 2001 Autor im Lehrbuch der Schmerztherapie (Zenz/Jurna, WVG Stuttgart)

Seit 1973 Gestaltung von vier Lehrfilmen für das Medizinstudium und die ärztliche Fortbildung, der Film "Schmerzpatienten" erhielt den Filmpreis 1992 der Bundesärztekammer

Forschungs- und ausbildungsfördernde Tätigkeiten

1983 - 1984 Durchführung einer Bestandsaufnahme für die Bundesregierung zur Schmerzforschung und Versorgung von Schmerzpatienten ("Schmerzexpertise", mit Hanne Seemann), veröffentlicht 1986 unter dem Titel "Der Schmerz - ein vernachlässigtes Gebiet der Medizin?" (Springer-Verlag, Heidelberg)

1984 Mitbegründer und Leiter der interdisziplinären Schmerzkonferenz Heidelberg

1984 Mitbegründer und Organisator der interdisziplinären Ringvorlesung „Schmerz – wissenschaftliche Grundlagen, Therapie, Prävention“ an der Universität Heidelberg

1985 – 1998 Mitglied und Vorsitzender der Jury des Förderpreises für Schmerzforschung (gestiftet von der Grünenthal GmbH, Aachen)

1987 Initiator des Förderschwerpunkts "Chronischer Schmerz" des Bundesministers für Forschung und Technologie, 1987 – 1993 Gutachter des Förderschwerpunkts

1987 - 1991 Kommissionsarbeit im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer zu den Themen „Akupunktur als wissenschaftlich begründete Heilmethode“ und „Schmerz und Leiden beim Fetus“

1990 – 1999 Berater am Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP, Mainz), Ausarbeitung von Prüfungsfragen zu „Therapie chronischer Schmerzen“ bei der 2. Ärztlichen Prüfung

1992 – 1997 Initiator und Sprecher der interdisziplinären DFG-Forschergruppe „Plastizität und Genexpression im Nervensystem unter pathophysiologischen Bedingungen“ an der Universität Heidelberg

1995 Einrichtung und wissenschaftliche Leitung des Fort- und Weiterbildungskurses „Curriculum Algesiologie Heidelberg“, dient u.a. zur Erlangung der Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“

Seit 2002 Aufbau gemeinsam mit Ärzten einer wissenschaftsbasierten ambulanten Einrichtung für Prävention und Rehabilitation in Weinheim

Herausgebertätigkeiten

Seit 1974 Editor-in-Chief der internationalen Zeitschrift Neuroscience Letters, Elsevier Verlag, Amsterdam, erscheint jährlich mit ca. 1000 Arbeiten in 19 Bänden

1975 - 1986 Mitglied im Editorial Board der Zeitschrift Pain (Elsevier, Amsterdam)

1981 - 1988 Mitgründer und -herausgeber der Zeitschrift „Human Neurobiology“ (Springer-Verlag Heidelberg)

1984 - 1994 Mitherausgeber der Zeitschrift "Schmerztherapeutisches Kolloquium", PMI- Verlag, Frankfurt

1985 - 2000 Mitglied im Editorial Board der Zeitschrift „The Clinical Journal of Pain“ (Raven Press, New York)

1987 Mitgründer und Herausgeber der Zeitschrift "Der Schmerz", Springer-Verlag, Heidelberg, 1987 - 1992 Schriftleiter von „Der Schmerz“

Seit 2000 Mitglied im Editorial Board der Zeitschrift „Pain Medicine“, Blackwell Science, Malden, MA 02148, USA

Seit 2000 Mitglied im Editorial Board der Zeitschrift „Acta Pharmacologica Sinica“ Shanghai, China

Tätigkeiten für die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS)

Seit 1975 Gründungs- und Vorstandsmitglied der Gesellschaft zum Studium des Schmerzes für Deutschland, Österreich und die Schweiz (1990 Umbenennung in Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes, DGSS)

1985 - 1996 Präsident der Gesellschaft

1997 - 1999 Beirat der Gesellschaft

Veranstalter der Jahreskongresse über

Phantom- und Stumpfschmerz (Zürich, 1980)
Krebsschmerz (Heidelberg, 1982)
Nervenschmerz (Freiburg, 1985)
Rheuma und Schmerz (Hannover, 1990)
Medikamentöse Schmerztherapie (Berlin, 1991)
Schmerz - Integrationsfeld der Medizin (Mannheim, 1993)
Schmerzen des Bewegungssystems (Dresden, 1994)
Kopf- und Gesichtsschmerzen (Heidelberg, 1995)

Für die DGSS u.a. Mitwirkung an folgenden Initiativen:

1981 Konzeption einer Lehreinheit „Schmerz“ im Medizinstudium, wurde 1993 in die Approbationsordung und die Ärztliche Prüfung für das Medizinstudium aufgenommen

1982 - 1993 Vorschläge zur Verbesserung des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) und der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV), Mitwirkung an den Novellierungen 1985, 1993 und 1998

1985 Herausgabe des ersten Schmerz Therapie Führer (mit Hanne Seemann), einem Verzeichnis schmerztherapeutischer Einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland. Danach bis 1996 alle 2 Jahre Herausgabe des aktualisierten Verzeichnisses unter dem Namen Schmerztherapeuten-Verzeichnis

1984 - 1997 Ausarbeitung eines Curriculums für die Zusatzausbildung von Ärzten in Algesiologie, zunächst als Zugangsvoraussetzung für die Aufnahme in das Schmerztherapeuten-Verzeichnis. 1994 - 1997 wurde das Curriculum in einer Gemeinsamen Kommission von DGSS, Schmerztherapeutisches Kolloquium (STK) und Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Schmerztherapie (DIVS) als Basis für die Schaffung der ärztlichen Zusatzbezeichnung “Spezielle Schmerztherapie” weiterentwickelt

1995 Mitantragsteller für die ärztliche Zusatzbezeichnung "Spezielle Schmerztherapie", wurde 1996 vom Deutschen Ärztetag beschlossen

1995 Initiator von Überlegungen und Maßnahmen des Sozialministeriums Baden-Württemberg zu der integrierten Versorgung von Schmerzpatienten, daraus entstand 1999 die „Schmerzkonzeption Baden-Württemberg“, die 2000 vom Ministerrat beschlossen wurde

Tätigkeiten für die International Association for the Study of Pain (IASP) in anderen Wissenschaftlichen Gesellschaften

1973 Gründungsmitglied der International Association for the Study of Pain (IASP), Mitwirkung am Gründungssysmposium in Seattle (Mai 1973, Vorsitz Prof. J.J. Bonica)

1981 - 1987 Mitglied des Council (erweiterter Vorstand) der IASP, Mitwirkung im Scientific Program Committee des IVth World Congress on Pain 1984 (Seattle)

1979 - 1990 Chairman der Ethik-Kommission der IASP, die u.a. Richtlinien zum schonenden Einsatz von Tieren in der Schmerzforschung erarbeitete (Zimmermann, Pain 1983). Diese sind auch heute noch für Veröffentlichungen in der Zeitschrift Pain verbindlich

1984 - 1987 Chairman des Organisationskommittees des Vth World Congress on Pain der IASP (August 1987, Hamburg)

1990 Chairman (mit Peter Snow, Univ. Queensland, Brisbane) des Satellitensymposiums The Neurobiology of Pain Experience (Heron Island) zum 6th World Congress on Pain (Adelaide) 

1999 Chairman (mit Jürgen Sandkühler, Univ. Heidelberg, und Gerald Gebhart, Univ. Iowa, Iowa City) des Satellitensymposiums Nervous System Plasticity and Chronic Pain: Concepts and Clinical Applications (Heidelberg) zum 9th World Congress on Pain (Wien)

1993 Gründungsmitglied der European Federation of IASP Chapters (EFIC) in Paris, Gründungspräsident: Ulf Lindblom, Stockholm

1996 - 1999 Präsident der EFIC, Veranstaltung des 2nd European Pain Congress in Barcelona (1997)

1997 Mitgründer der Zeitschrift der EFIC European Journal of Pain (Harcourt Press, später Elsevier)

Tätigkeiten für andere Wissenschaftliche Gesellschaften

1975 Gründungsmitglied der European Neuroscience Association (ENA), ab 2000 fortgeführt als Federation of European Neuroscience Societies (FENS)

1989 - 1992 Gründungsvorsitzender des European Neuropeptide Club (ENC), Mitwirkung an der Organisation der jährlichen ENC Meetings

2002 Scientific Chairman des 12th ENC Meetings in Osztyn (Polen)

Wissenschaftliche Preise

1978 Pischinger-Preis der Österreichischen Akupunkturgesellschaft Wien

1985 René-Leriche-Preis der Akademie für Neuraltherapie Speyer

1988 Ehrenpreis des Schmerztherapeutischen Kolloquiums Frankfurt

1996 Rudolf Frey Preis der Schmerzgesellschaft Bremen

1998 Bayer Career Award Milano

2003 Ehrenpreis des Schmerztherapeutischen Kolloqiums Frankfurt

Ehrenmitgliedschaften

1994 Österreichische Schmerzgesellschaft (IASP Chapter)

1996 Rumänische Schmerzgesellschaft (IASP Chapter)

1997 Schmerztherapeutisches Kolloquium

1997 Slovak Medical Association

1999 Interpain (Schweiz)

1999 Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (IASP Chapter)

2000 Chinesische Schmerzgesellschaft (IASP Chapter)

 

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